Anders als an Schulen in staatlicher (kommunaler) Trägerschaft ist evangelischer Religionsunterricht an der EGM fester und für alle Schüler verbindlicher Bestandteil der Bildungsarbeit. Er geht formell in zwei Stunden in die Schülerstundentafel ein, wobei die eine Stunde in der Andacht manifestiert ist.
In jedem Schulalltag finden sich Elemente christlichen Lebens wieder.
Inhaltlich orientiert sich der Unterricht an der von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz herausgegebenen „Rahmenlehrplan für den Evangelischen Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 1-10“.1
In allen Klassenstufen wird dabei auf eine Verknüpfung mit anderen Lernbereichen geachtet, denn Religion kann nicht segmentiert betrachtet werden, sondern gehört zum Leben dazu.
Besonders eng ist diese Verzahnung mit dem Bereich Sachunterricht und Gewi. Aber auch in Nawi findet die religiöse Dimension der thematisierten Fragen und Sachverhalte Raum.
Darüber hinaus wird, wie oben erwähnt, eine Verknüpfung mit alltäglichen Ritualen gepflegt.
Die Möglichkeit für die Schüler, existentielle Fragen auch mit Hilfe der Bibel, wenn auch nicht beantworten, so doch um eine Dimension reicher hinterfragen zu können, öffnet neue Möglichkeiten.
Fragen von Streit und Versöhnung, von Gleichgültigkeit und Mitmenschlichkeit, von Leben und Sterben, von anders und doch immer wertvoll sein, die Kinder vor dem Hintergrund eigener Erlebnisse und Erfahrungen bewegen, können in diesem Rahmen aufgefangen werden.
Zeit, Muße und ein Ohr für diese Fragen zu haben ist ein ebenso wichtiger Teil religiösen Lernens in der Schule, wie das Kennenlernen der Hintergründe christlicher Traditionen und der christlichen Haltung zu Grundfragen des menschlichen Lebens. Ganz bewusst wird Religion so in den Tagesablauf eingebunden